Sling Studio Tragetuch – Erfahrungsbericht

Dieser Beitrag widmet sich einem Tragetuch der englischen Firma Sling Studio.

Fotos: beiliegendes Anleitungsheft / Innenseite Karton

Seit 2012 produziert Sling Studio in Großbritannien.

Auf der Website erklärt die Gründerin: "My dream is that the Sling Studio's beautiful baby carriers will play their own part in the revival of the British textile industry". Ihr liegt es am Herzen, die Britische Textilindustrie wieder ein wenig voran zu treiben. 

Was mir persönlich ganz besonders gefällt ist der Slogan der Firma: "hands free hugs'.

Ein weiterer toller Fakt: 5% des Umsatzes gehen an die Organisation Tommy's, die sich mit Forschungen zum Thema Fehlgeburten etc. beschäftigt.

 

Das Tuch kommt zusammen mit einer Tragetasche, welche ich persönlich in den paar Tagen nicht genutzt habe, und einem Anleitungsheft.

Das Mono sappho besteht aus 75% Baumwolle und 25% Leinen bei einem Flächengewicht von 240g/m².

Bei diesem auffälligen Namen musste ich erst einmal nachschlagen, was er bedeuten könnte. Der Teil mono lässt sich zum Beispiel dadurch erklären, dass das Muster nur aus einer einzigen Linie besteht, die sich in Herzformen über das ganze Tuch schlängelt. Oder es soll die "Einzigartigkeit" hervorheben. Sappho war eine sehr bekannte antike, griechische Dichterin. Platon nannte sie die zwölfte Muse. Die anderen Tücher der Mono-Reihe tragen alle Namen von Schriftstellerinnen.

 

Sling Studio beschreibt das Mono sappho so: "Wonderful soft linen interspersed with white cotton onto a soft stone warp." Weiches Leinen mit weißer Baumwolle durchsetzt auf einer "Steinkette". Neben der weißen Baumwolle ist ein sandfarbiger Faden dominant und immer wieder blitzen dunkle Fäden hervor (die Steinkette?). Das Tuch ist farblich sehr dezent durch die Naturtöne, doch ich muss sagen, dass mich die dunklen Fäden wirklich irritiert haben. Für mich wirken sie fehl am Platz und nicht zu den anderen Farben passend. Sie sind zudem sehr unregelmäßig, mal dicker, mal sehr unauffällig.

 

Als ich das Tuch  auspackte, dachte ich im ersten Moment, dass es sehr dick sei und so wirkt es auch, wenn man es sieht, aber das ist es gar nicht. Mit 240g/m² liegt es im mittleren Bereich. Wenn man sich die Webung ganz genau ansieht, kann es einem so vorkommen, dass das Tuch sehr empfindlich ist, doch auch hier hat mich mein erster Eindruck getäuscht. Beim Anfassen und Binden hatte ich keine Angst um Fadenzieher oder Schmutz. Das Tragetuch ist wesentlich robuster als ich es vermutet habe.

Das Mono Sappho lässt sich angenehm binden, doch ich hatte trotz ordentlichen Straffens den Eindruck, ich finde noch immer irgendwo Stoff, den ich nicht ausreichend fest gezogen habe. Speziell auf den Schultern hatte ich das Gefühl, das wirklich viel Stoff da ist. Wenn man aber alles wirklich fest strafft und die Bahnen ordentlich verlaufen, ist das Tuch sehr gemütlich.

Wie ihr merkt, kann ich das Mono Sappho nicht wirklich einordnen. Es hat mich mehrfach überrascht, dass es sich nicht so verhält, wie ich es im ersten Moment eingeschätzt habe. Insgesamt ist es dadurch für mich ein sehr interessantes und besonders Tuch.

Mich hat nur wenig gestört: Leider sind die Bilder in der Anleitung sehr dunkel und die Sicherheitshinweise sind auf ein recht großes Etikett an einem Ende des Tuchs aufgedruckt. Dieses Etikett ist natürlich nicht gerade schön. Außerdem ist der Mittelmarker nicht am Rand, sondern in der umgenähten Kante. Dadurch sieht man ihn nur von einer Seite. Weiterhin sind die Kanten leider nicht unterschiedlich, aber das haben die wenigsten Tücher.

Im Folgenden versorge ich euch noch mit ein paar Tragebildern:

Eine size 6 kostet ca. £200. Mit dem Mono Sappho von Sling Studio habt ihr auf jeden Fall etwas außergewöhnliches im Schrank.