Tragepapas und Co-Träger

Anlässlich der European Babywearing Week möchte ich diesen Blogartikel allen Tragepapas und Co-Trägern widmen.

Tragen ist absolut nicht nur Mama-Sache, auch Papas, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freunde, Erzieher, Tagesmütter können und sollten dein Baby/Kleinkind tragen. Wenn das Baby an das Tuch oder die Trage gewöhnt ist, sich dort gerne zurückzieht, entspannt und sogar schläft, dann hilft es ihm natürlich, wenn es von anderen betreuenden Personen auch darin getragen wird.

Vor allem die Papas können mit dem Tragen die Mütter entlasten, wenn das Kind abends unruhig ist und den Tag verarbeiten muss. Es heißt nicht umsonst „Tragen ist das Stillen der Väter“. Das Tragen fördert die Bindung zwischen Vater und Kind, denn es gewöhnt sich an seinen Geruch, seine Bewegung, seine Stimme und fühlt sich wohl bei ihm. Der Vater bekommt mehr Selbstbewusstsein, wenn das Kind auch bei ihm zufrieden ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist es, wenn die Papas später ihre Kleinkinder tragen, sobald sie schwerer werden. Bei gemeinsamen Ausflügen kann sich der Nachwuchs dann auf Papas Rücken ausruhen.

Wenn das Baby später z.B. in die Hände von anderen Familienmitgliedern oder in die KiTa gegeben wird, dann ist das Tuch oder die Trage der perfekte Rückzugsort. Oft hat das Tuch noch den Geruch der Mutter und das Baby verbindet etwas Positives damit. Allein das kann ihm schon helfen, sich zu beruhigen. Auch wenn es für die Mama im ersten Moment ein komisches Gefühl ist, so etwas intimes wie das Tragen mit anderen zu teilen, sollte sie an das Wohl des Kindes denken. Seht es einfach so: Die Trage ist für das Kind wie ein Lieblingskuscheltier.

Ich empfehle also jeder Tragemama, sich Co-Träger ins Boot zu holen. Hierbei haben Tücher den Vorteil, dass sie jedem passen, aber nicht jeder traut sich zu, ein Tuch zu binden. Die meisten Tragehilfen lassen sich schnell für unterschiedliche Träger anpassen und sich leichter handzuhaben als ein Tragetuch. Aus Erfahrung ist es allerdings oft so, dass jeder Elternteil seine Lieblingstrageweise / Lieblingstragehilfe hat, denn jeder hat einen anderen Körperbau und findet unterschiedliche Trageweisen bequem.
Und noch eins an die Männer: Es gibt auch schlichte Muster, es muss nicht immer pink und bunt sein!

Ich persönlich freue mich sehr, wenn nicht nur die Mamas, sondern auch Papas (oder andere Co-Träger) an meinen Beratungen teilnehmen. So kann jeder unter professioneller Anweisung die Bindeweisen und Tragehilfen testen und ich kann individuelle Tipps geben. Außerdem sehen 4 Augen mehr, 2 Köpfe können sich mehr merken und die Partner können in den folgenden Tagen gemeinsam üben und sich austauschen.

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