Babyzeichen mit Kleinkind

Mein Sohn ist nun fast 2 Jahre alt und  noch immer begleiten uns die Babyzeichen.

Falls ihr meine ersten Beiträge über Babyzeichen noch nicht gelesen habt, schaut dort am besten vorbei bevor ihr den folgenden Blogbeitrag lest

Babyzeichen – meine Erfahrungen

Babyzeichen – Zeitstrahl

Jetzt aber zu meinem Kleinkind und wie er noch die Gebärden nutzt.

Obwohl mein Sohn bereits eine Menge Wörter spricht und auch sehr deutlich kommuniziert, was er möchte oder braucht, nutzt er noch immer Gebärden. Sein Wortschatz beinhaltet "Mama Milch", "Butterbrot", "Pipi", "Aa", "Helm auf", "Oma auch", "anderen auch", "Schuh anziehen", einige Tiere, Lebensmittel, Namen, die Körperteile und vieles mehr. Wie ihr merkt, kann er schon alles, was ihm wichtig ist, ausdrücken. Warum also noch Gebärden nutzen?

Zu aller erst: Zeichen aus der alltäglichen Routine wie essen, trinken, anziehen, warten, wo begleiten uns weiterhin, größtenteils begleitet mit dem Wort.

Mein Sohn nutzt manche Gebärden um seinen Wunsch noch deutlicher zu kommunizieren, z.B. das Wort mehr. Obwohl er es deutlich ausspricht, zeigt er das Zeichen, wenn er etwas ganz dringend haben möchte. Auch das Zeichen für bitte macht er gerne, damit er bekommt, was er will.

Manche Gebärden nutzt er auch einfach, weil sie ihm Spaß machen, wie zum Beispiel das Zeichen für Bagger, Motorrad oder für "guten Morgen". Andere wiederum macht er total selbstverständlich wie zum Beispiel die Hand auf den Kopf für Helm oder Mütze, das Zeichen für Flugzeug oder Zug, wenn er das entsprechende Fahrzeug sieht und vor allem das Zeichen für fertig, obwohl er immer ganz deutlich "dertig" dazu sagt.

 

 

Gebärden wie Schmetterling oder Schnecke sind relativ kompliziert und hier ist es für ihn eine motorische Herausforderung, diese Zeichen mit beiden Händen darzustellen.

Auch als Eselsbrücke oder Lernhilfe verwenden wir Gebärden. Mein Sohn lernt mit Freude gerade die Farben und meist gelingen sie ihm auch. Vor allem bei der Farbe blau hat er anfangs immer die Gebärde zum Wort gemacht, ich glaube tatsächlich, dass ihm das geholfen hat.

Spielerisch setzen wir die Gebärden ebenfalls noch ein. Vor einiger Zeit habe ich begonnen, alle unsere Schleichtiere vor uns auf den Boden zu stellen, dann ein Tier zu gebärden und mein Sohn hat es mir angegeben. Dieses Spiel machen wir auch weiterhin, beim Überreichen wird dann der Name gesagt und der Tierlaut nachgeahmt.

Auch zur Begleitung von Liedern gebärden wir noch gerne. Hier steht ganz vorne auf der Liste das Lied "Die Räder vom Bus".

Einen großen Nutzen bringen uns die Gebärden auch immer noch bei Worten, die er nicht aussprechen kann. Schlüssel ist zum Beispiel eines dieser Zeichen.

Obwohl natürlich einige Gebärden verschwunden sind, nutzt mein fast 2jähriger Sohn die Zeichen weiterhin mit Freude und ich bin froh, dass wir dadurch unheimlich tolle Momente erleben durften. Bisher hat er sie nur zu Erwachsenen gezeigt, ich bin gespannt ob er irgendwann auf die Idee kommt, diese auch bei kleinen Kindern einzusetzen, vor allem im Freundeskreis, wo auch Gebärden genutzt werden oder falls dann doch mal irgendwann ein Geschwisterchen kommt.